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Zusätzliche Ausrüstung

Atemschutzholster

Jeweils ein Atemschutztrupp, bestehend aus zwei bis drei Atemschutzgeräteträgern, führt diese Tasche bei Einsätzen mit sich. Befestigt sind die Taschen an dem Bauchgurt der Atemschutzgeräte, so dass der Geräteträger seine Hände für notwendige Arbeiten frei behalten kann. Die dadurch mitgeführten Ausrüstungsgegenstände ermöglichen den Geräteträgern mehrere Anwendungsmöglichkeiten – vor allem die Personensuche in verrauchten Gebäudeteilen wird dadurch optimiert. Ausgerüstet sind die Atemschutzholster mit einem Klappmesser mit Sicherheitsklinge, einem gelben Kennzeichnungsstift, fünf leuchtenden Türkennzeichnungsbändern mit Verschlussmöglichkeit und mit fünf Türkeilen.

Hohlstrahlrohr

Das Hohlstrahlrohr hat ein neues Zeitalter der Löschtechnik eingeleitet und wird inzwischen von immer mehr Feuerwehren eingesetzt. Richtig verwendet, kann sich das Hohlstrahlrohr zu einem Schlüsselelement im Atemschutzeinsatz entwickeln.

Das Hohlstrahlrohr zerstäubt den Wasserstrahl. Dadurch werden viele kleine Wassertropfen erzeugt, die durch ihre (in Summe) größere Oberfläche (als bei einem normalen Strahlrohr) einen optimierten und schnelleren Löscherfolg erzielen.

Ein weiterer Vorteil ist der veränderbare Löschwasserstrahl. Von Vollstrahl (hohe Wurfweite) bis zur Mannschutzbrause (ca. drei Meter breites Wasserschild zum Schutz des vorgehenden Atemschutztrupps) bietet das moderne Hohlstrahlrohr viele Einstellungsmöglichkeiten zur optimalen Brandbekämpfung. Zusätzliches Ausstattungsmerkmal des Hohlstrahlrohres ist die verstellbare Wasserdurchflussmenge, um Wasserschäden zu minimieren.

Um die Bedienung vor allem im Innenangriff zu beherrschen, wo durch Rauchentwicklung die Sicht stark eingeschränkt sein kann, ist eine umfassende Ausbildung der Strahlrohrführer nötig. Dies wird bei der Feuerwehr Stadt Schrobenhausen speziell in den Atemschutzübungen trainiert. Zusätzlich werden die Atemschutzgeräteträger bei externen Schulungen in optimaler Löschtechnik geschult.

Sicherungstrupp-Tasche

Im HLF 20/16 und dem LF 16 TS der Feuerwehr Stadt Schrobenhausen werden je eine Sicherungstrupp- Tasche mitgeführt. Der Sicherungstrupp besteht aus Atemschutzgeräteträgern, die bei jedem Atemschutzeinsatz außerhalb des Gefahrenbereiches „bereitgestellt“ werden, um bei Notfällen den Angriffstrupps schnellstmöglich zu Hilfe eilen zu können.

Um für jede erdenkliche Notsituation passend ausgerüstet zu sein, wird in der Sicherungstrupptasche ein separates Atemschutzgerät mit Maskenanschluss, eine Feuerwehraxt, eine Fluchthaube, eine Feuerwehrleine und Holzkeile mitgeführt.

Feuerwehrüberjacke und -hose

PBI-Schutzkleidung (Bildquelle: Texport)
Bildquelle: Texport

Die Feuerwehrüberjacke und -hose sind grundsätzlich ein Teil der persönlichen Schutzausrüstung und werden allen aktiven Feuerwehrleuten zur Verfügung gestellt. Sie bieten den Einsatzkräften Schutz vor Regen, Löschwasser und Kälteeinwirkung.

Für den Atemschutzgeräteträger stellt die Ausrüstung jedoch ein Kernelement des Schutzes gegen Hitze- und Flammbeaufschlagung dar.
Deshalb sind Überjacke und Hose aus hitze- und flammbeständigen Materialien (wie z.B. PBI-Gold und Nomex) in mehrlagiger Vernähung gefertigt.
Besondere Eigenschaften, die einen Innenangriff erst ermöglichen. Bereits Strahlungswärme von Feuer kann zu Verbrennungen auf der Haut führen. Temperaturen in brennenden Gebäuden bis zu 1.000° C stellen eine große Gefahr für den Atemschutzgeräteträger dar – auch der bei Löscharbeiten entstehende heiße Wasserdampf darf nicht unterschätzt werden!

Die speziell für den Atemschutzeinsatz konzipierte Feuerwehrhose ist mit einer beschichteten Knieverstärkung ausgestattet. Dadurch ist der Kriechgang (vorwärts gehen auf den Knien, um die geringere Verrauchung am Boden auszunutzen) auch auf harten, unebenen sowie heißen Flächen möglich

CFK-Atemluftflasche

Die Zusatzausrüstung für Atemschutzgeräterträger wiegt ca. 20 Kilo pro Person mehr, als die eines normalen Feuerwehrmannes.

Umso höher die Belastung der Geräteträger ist, umso höher ist der Atemluftverbrauch. Das wiederum reduziert die Einsatzzeit der ausgebildeten Träger. Um Gewicht einzusparen werden in der Feuerwehr Stadt Schrobenhausen Atemluftflaschen aus Kohlefaserverbundwerkstoffen mit 6,8 Litern Luft bei 300 bar Druck eingesetzt. Um die Flaschen vor äußeren Einwirkungen zu schützen sind sie mit einer für diesen Flaschentyp charakteristischen Schutzhülle überzogen.

Dank der Gewichteinsparung wurde es möglich schwerpunktmäßig für Einsätze auf der Drehleiter Langzeitatmer mit zwei 300 bar Druckflaschen zu beschaffen.

Helm mit Lampe:

Bildquelle: Rosenbauer

Der Feuerwehrhelm von der Firma Rosenbauer, wie er seit 2012 von der Feuerwehr Stadt Schrobenhausen verwendet wird, besteht aus neuesten GFK Verbundwerkstoffen.

Dadurch wird eine hohe Stabilität bei gleichzeitig angenehmem Tragekomfort gewährleistet. Individuelle Einstellmöglichkeiten im Helm sowie ein außenliegendes Schnellverstellrad auf der Helmrückseite ermöglichen gerade im Atemschutzeinsatz ein schnelles Nachjustieren der Helmgröße für die Atemschutzmaske.

Der Helm vom Typ Heros xtreme ist ein Vollschalenhelm.

Die mittig am Helm angebrachte Lampe ermöglicht eine bessere Orientierung in dunklen und verrauchten Räumen bei möglichst geringer Gewichtsbelastung. Die Lampe erleichtert das dichte Zusammenbleiben bei starker Verrauchung, da sich die Truppmitglieder gegenseitig am Schein ihrer Lampen erkennen.

Flammschutzhaube:

Die Flammschutzhaube ist ein zusätzlicher Teil der persönlichen Schutzausrüstung eines Atemschutzgeräteträgers für den Brandeinsatz. Die bei der Feuerwehr Stadt Schrobenhausen eingesetzte Haube besteht aus einer zweilagigen, feuerfesten und hitzebeständigen PBI-Goldfaser und schützt den Atemschutzgeräteträger vor Verbrennungen im Bereich des Halses, Nackens und der Ohren. Die Flammschutzhaube wird unter dem Feuerwehrhelm - jedoch über der Atemschutzmaske - getragen, da es sonst zu Undichtigkeiten im Bereich der Maske kommen kann.

In den Wintermonaten wird die Flammschutzhaube auch als Kälteschutz von vielen Feuerwehrkräften geschätzt!

Atemschutz-Spezialhandschuhe

Bildquelle: Rosenbauer

Besondere Einsätze erfordern besondere Ausrüstung, um die Gesundheit der Feuerwehrkräfte zu schützen. So wurden den Atemschutzgeräteträgern spezielle Handschuhe für den gefährlichen Innenangriff zur Verfügung gestellt. Der „Safe-Grip II“ besitzt beste Hitze- und Flammbeständigkeitseigenschaften, eine gute Kälteisolation, bietet ein hohes Tastgefühl und eine optimale anatomische Sitzform. Die im Inneren einlaminierte Membrane garantiert Wasser-, Winddichtheit und Atmungsaktivität. Gerade die Wasserdichtigkeit ist für den vorgehenden Atemschutzträger von entscheidender Bedeutung, da durchdringende Feuchtigkeit Hitze extrem gut leitet und diese den Geräteträger gefährden würde. Die Innenhand ist abriebfest beschichtet – dies garantiert eine lange Lebensdauer des Handschuhes. Die verstärkten Handrücken gewährleisten Schutz vor mechanischen Einwirkungen, wie Schnitt-, Stichverletzungen und Quetschungen.