loading

Flugzeugabsturz mit Folgen - Katastrophenübung im Landkreis

Katastrophen-Alarmübung

Flugzeugunglück westlich von Neuburg – ein Eurofighter kollidiert mit einer Cessna, der Kampfjet stürzt auf eine Pipeline, die leck schlägt. Die Cessna prallt auf einen Personenzug mit ca. 150 Insassen. Dieses Szenario war vergangenen Samstag die Grundlage für eine Katastrophenschutz-Alarmübung im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, bei der auch die UG-ÖEL und die Feuerwehr Schrobenhausen mit eingebunden waren. Die Übung wurde unangekündigt durchgeführt, es erfolgte somit eine reguläre Alarmierung.

Nach den Rückmeldungen der ersteintreffenden Kräfte und auf Grund der unübersichtlichen Großschadenslage rief Landrat Roland Weigert nach kurzer Zeit den Katastrophenfall für den Landkreis aus.

Während die UG aus Neuburg nach Oberhausen gerufen wurde, um dort die Schadensstelle „Zugunfall“ zu koordinieren, wurde die Schrobenhausener Unterstützungsgruppe zum Feuerwehrgerätehaus Rennertshofen alarmiert. Hier wurde die Befehlsstelle für die Abschnittsführung „Eurofighter/Pipeline-Leckage“ eingerichtet.

Auch der Rüstwagen und das LF 16-TS aus Schrobenhausen machten sich auf den Weg nach Rennertshofen, um dort auf der Ussel Ölsperren einzurichten, da imaginär ausgelaufenes Kerosin über die Ussel in Richtung Donau geschwemmt wurde.

Zur Lagedarstellung für die Abschnittsführung wurde im Rennertshofener Gerätehaus die Lagekarte eingerichtet und die Einsatzdokumentation sichergestellt. Im Einsatzleitwagen lief die Kommunikation mit den eingesetzten Kräften – erstmalig parallel im digitalen und analogen Funkverkehr.

Im Neuburger Landratsamt formierte sich die „Führungsgruppe Katastrophenschutz“, bestehend aus Verbindungspersonen der Hilfsorganisationen und Funk-, Führungs- und Fachkräften des Landkreises. Alle Anforderungen und Gesuche bei einer Katastrophe laufen ausschließlich über die FüGK.

Als weiteres Einsatzszenario wurde ein Waldbrand eingespielt, nachdem sich ausgelaufenes Kerosin entzündete und eine große Waldfläche in Brand geriet. Weitere Feuerwehren mussten alarmiert und nachgefordert werden.

Insgesamt waren über 300 Einsatzkräfte aus 26 Feuerwehren, THW, BRK, Malteser, Polizei und Bundeswehr bei der Katastrophenübung eingebunden. Beobachtet wurde die Arbeit von der Staatl. Feuerwehrschule Geretsried sowie von Katastrophenschutz-Beauftragten aus benachbarten Landkreisen.

Bild 1: Lagebesprechung vor dem Feuerwehrgerätehaus Rennertshofen

Bild 2: Die Lagekarte des Einsatzabschnitts "Absturz Eurofighter/Pipeline"

Bild 3: Erstversorgung der Verletzten im Einsatzabschnitt "Zugunfall"

Zurück