Atemschutzträger radeln sich in den Bayernteil der Zeitung

Da hat sich das schwitzen für die Geräteträger wieder einmal gelohnt - ein Foto der radelnden Truppe wurde letztens im Bayernteil des Donaukuriers veröffentlicht. 

Aus dem Bericht des Donaukuriers vom 18.05.2019:

Um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein, ist den Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Schrobenhausen (fast) nichts zu schwer. In voller Montur und mit mächtigen Sauerstoffflaschen auf dem Rücken unternahmen sie jetzt eine Radltour zu Trainingszwecken. Gemütlich ist anders. Im flotten Tempo machten sich 23 Mann auf den Weg, bis der Sauerstoff allmählich knapp wurde. Am Ende waren alle pitschnass, aber auch stolz, die Herausforderung gemeistert zu haben. Nur einer war nicht ganz so kaputt wie die anderen. Dem Hörensagen nach soll er - natürlich versehentlich - ein E-Bike erwischt haben. 

 

Dunkle Wolken über dem Feuerwehrgerätehaus in Schrobenhausen. Es beginnt leicht zu regnen und ein frischer Wind weht aus nordöstlicher Richtung. Keine guten Voraussetzungen für eine gemütliche Radeltour zum Mahlberg mit anschließender Brotzeit. 

Der Regen ist nur von kurzer Dauer und hat lediglich die Sättel der im Hof stehenden Räder mit Wassertropfen übersäht. Man hört Stimmengewirr und das schlagen von Spindtüren. So nach und nach kommen insgesamt 23 Feuerwehrradler aus dem Gebäude. Eine gemütliche Radtour mit 20 Schrobenhausenern und drei aus Aresing sieht anders aus. Anstatt luftige Radsachen feuerfest Feuerwehrkleidung, Sturmhaube, Helm, schwere Stiefel. Eine Atemmaske umschließt das komplette Gesicht und Sauerstoffflaschen auf dem Rücken als zusätzliche Last. Die Verständigung ist schwierig durch die Masken und bereits ohne in die Pedale zu treten beschlagen diese bereits. 

Stellvertretender Kommandant Robert Ottillinger als Vorhut und der neue Versorger als weitere Absicherung, so setzt sich die Gruppe in Bewegung. Über die Regensburger Straße und Hubertus-Kreisel geht es im flotten Tempo Richtung Königslachen. Aufsehen erregen die Atemschutzträger alle Mal. Autofahrer schauen verdutzt und Gartenbesitzer verdrehen sich den Hals, als die Gruppe auftaucht. Unter der Schutzausrüstung wird es langsam warm und das Sichtfeld der Atemmaske beschlägt sich immer mehr. Die Unterhaltung mittlerweile eingestellt, kämpft jeder mit sich und der Atmung. 

Auf dem Radweg nach Edelshausen zweigt der Weg dann ab und es geht eine Steigung hoch. Die Höhenmeter machen zu schaffen. Die Gruppe reißt auseinander und jeder versucht so gut es geht hoch zu kommen. Der Sauerstoff in den Flaschen wird langsam knapp und unter der Schutzkleidung fühlt es sich an wie in einer Sauna. Ein Teilnehmer schummelt etwas, hat er doch das E-Bicke der Mama genommen. 

Nach der Anstrengung geht es leicht Berg ab durch den Wald zum Ziel der Feuerschützen am Mahlberg. Sofort werden Helm und die Atemmasken abgelegt. Frische Luft, aufatmen überall. Die Haare patschnass, die Gesichter feuerrot oder mit weißen Flecken übersäht. Man sieht den Atemschutzträgern die zurückliegende Anstrengung förmlich an.

Beim gemütlichen Teil wurde der Flüssigkeitsverlust und die Kolehydratspeicher wieder aufgefüllt. Die Radtour der etwas anderen Art wird von der Feuerwehr Schrobenhausen einmal jährlich durchgeführt. Federführend für die Organisation war Ausbildungsleiter für Atemschutz Fabian Kress mit tatkräftiger Unterstützung von Andreas Koch und Sebastian Landshammer.

 

 

Bericht und Foto: Manfred Schalk

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